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Die Wissensentwicklung im Marktprozess

Das Thema Wissen und die Veränderung von Wissensständen auf Märkten spielen für die Zusammenhänge in der Wirtschaft eine große Rolle. Verschiedene Theoriegebäude haben sich im Laufe der Zeit herausgebildet, die jeweils eine unterschiedliche Sichtweise auf das Thema Wissensentwicklung haben.

In der gleichgewichtsorientierten, neoklassischen Welt haben alle Marktteilnehmer homogene Erwartungen und vollständiges Wissen über ihr Umfeld. Ihre Aufgabe besteht darin, die gegebenen Ressourcen so effektiv wie möglich miteinander zu kombinieren. Unter den Vertretern der Informationsökonomik hingegen wird das Thema Unwissenheit zum Gegenstand der Betrachtung. Man geht davon aus, dass es eine Art rationale Unwissenheit unter den Teilnehmern des Marktes gibt, also Wissen von dem der Akteur weiß, das es existiert, es aber dennoch möglicherweise nicht nachfragt, da die Kosten dieser Informationsbeschaffung zu hoch sind.

Der große Gegenentwurf zur neoklassischen Sichtweise auf den Markt ist jedoch die von den Vertretern der sogenannten „Österreichischen Schule“ (1) entworfene Marktprozesstheorie. Hier wird Unwissenheit verstanden als Wissen, von dem das Individuum nicht weiß, das es existiert. Erst diese radikale Unwissenheit ist es, so die Vertreter der österreichischen Position, die den Marktprozess entscheidend voran bringt. Dies bedeutet aber wiederum, dass Märkte anders funktionieren, als es von den orthodoxen Markttheorien angenommen wird. Erst durch die Existenz einer radikalen Unwissenheit im österreichischen Sinne, zusammen mit einer individuellen und subjektiven Sichtweise der einzelnen Marktteilnehmer, wird demnach ein Marktprozess überhaupt möglich.

Das Thema dieser Webseite soll demnach sein, wie sich das marktrelevante Wissen der einzelnen Akteure und der Wissensstand des gesamten Marktes im Laufe der Zeit entwickeln. Bewegt sich der Markt auf ein entferntes Gleichgewicht zu oder verläuft die Marktentwicklung in die andere Richtung. Parallel zu dieser Marktentwicklung bewegt sich zum Beispiel der aktuelle Bauzins. Eine weitere interessante Frage lautet, wie sich verschiedene Verhaltensoptionen einzelner Individuen auf den Wissensstand der Marktgegenseite und das gesamte Marktwissen auswirken. Dieses Wissen ist nicht nur wichtig beim sicheren Bewegen im Finanzraum allgemein, auch im Einzelnen zum Beispiel bei Interesse an einem Kredit oder Beamtendarlehen. Dazu kommen Bereiche des Tages- und Festgeldes, bei denen das Wissen um den Markt hilfreich ist. Ein Festgeld Vergleich kann auch online gemacht werden.

Der methodische Ausgangspunkt der Betrachtung ist dabei der Ansatz der „Österreichischen Schule“ und deren Vertreter, der auf den folgenden Grundannahmen basiert (vgl. Rese 2000, S. 66):

•  Der methodologische Individualismus,

•  der methodologische Subjektivismus,

•  die Bedeutung von kalendarischer Zeit,

•  radikale Unwissenheit der Individuen.

(1) Die bedeutendsten Vertreter sind wohl Hayek, Kirzner, Mises, Lachmann und Menger.

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